TapWater Instant

Wenn das Gehirn keine Lust auf Trinken hat

von Mona El Attar
Unser Gehirn hindert uns daran, mehr Flüssigkeit zu uns zu nehmen, als wir tatsächlich benötigen.

Unser Gehirn hindert uns daran, mehr Flüssigkeit zu uns zu nehmen, als wir tatsächlich benötigen. Quelle: https://pixabay.com | Autor: VSRao

 „Puh, ich kann nicht mehr!“ Wer nimmt diesen Satz schon ernst, wenn der Gegenüber sich weigert, das Glas vor sich auszutrinken? Trinken ist wichtig, Trinken ist gesund, Trinken kann man immer. Oder? 

 „Oder nicht“, sagen Neurowissenschaftler von der Monash University in Melbourne. Ihre These: Wenn Menschen keinen Durst haben, tun sie sich deutlich schwerer, Wasser zu trinken. Und das hat keine psychischen Gründe, sondern tatsächlich physiologische. Der menschliche Körper „wehrt“ sich gegen eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme.


Für diese Erkenntnis hatten die australischen Forscher im Vorfeld MRT-Aufnahmen von verschiedenen Probanden angefertigt, während diese Wasser tranken. Ein Teil von ihnen gab an, durstig zu sein. Der andere Teil war nicht durstig. Auf den MRT-Aufnahmen war deutlich zu erkennen, dass lediglich bei den nicht durstigen Probanden während des Trinkens bestimmte Gehirnareale aktiv wurden, die eine Hemmung des Schluckvorgangs hervorrufen.


Somit wurde deutlich, dass die subjektive Wahrnehmung des erschwerten Schluckaufwands eines nicht durstigen Menschen einen physiologischen Grund hat. Der Körper erschwert tatsächlich das Schlucken. Aber warum? Die Forscher gehen davon aus, dass der Körper die Schluckleistung hemmt, wenn mehr Wasser getrunken wird, als er für seine Flüssigkeitsbalance im Organismus benötigt.


Solange das natürliche Durstgefühl nicht gestört ist – durch Erkrankungen beispielsweise – ist es eine zuverlässige Aufforderung des Körpers, ihm wieder Flüssigkeit zuzuführen. Und dann klappt es sicher auch mit dem Schlucken wieder.

Tipp

Wer seinen Durst mit umfassend gefiltertem und aufbereitetem Leitungswasser stillt, stellt sicher, dass er auch wirklich keine im Wasser verbliebenen Schadstoffe zu sich nimmt.

Quellen:

03. September 2019 Aktualisiert am: 14. November 2019 Mona El Attar
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